Große Nachfrage an der Sonderfahrt zwischen Döbeln - Roßwein - Nossen - Meißen:

Wieder mit dem Zug schnell von Döbeln über Roßwein, Nossen, Meißen nach Dresden zu kommen, das wünschen sich zahlreiche Einwohner der an der Strecke liegenden Gemeinden. Am Samstag dem 18.05.2019 organisierte Bündnis 90 die Grünen mitten im Wahlkampf zwei Sonderfahrten auf der Strecke um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen. Eine Menge Leute drängten sich auf den 150 Sitzplätzen im Zug, der zweimal zwischen Döbeln und Meißen pendelte.

Mit dieser Sonderfahrt konnte der Streckenbetreiber, die Nossen-Riesaer Eisenbahncompagnie eindrucksvoll beweisen, das eine Wiederaufnahme des SPNV durchaus zu möglich ist. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) stellte den Personenverkehr auf der Zugstrecke zwischen Döbeln und Meißen Triebischtal am 12.12.2015 ein.

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Mit dem „Schienen-Hai“, der sonst Fahrgäste auf den Linien der Niederbarnimer Eisenbahn befördert, wurde mit den Pendelfahrten die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Döbeln und Dresden beworben.

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Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, hält den Bus in Richtung Dresden für keine Alternative zur Bahn. „Es gehen immer mehr Fahrgäste verloren. Auch wenn der VVO versucht die Zahlen schönzurechnen. Solange die Bahnstrecke nicht stillgelegt ist, gibt es die Hoffnung, dass der Personenverkehr wieder aufgenommen wird. Eine positive Entwicklung des ländlichen Raums gibt es nur mit einem guten Nahverkehr. Deshalb braucht die Region wieder eine schnelle und komfortable Anbindung Richtung Dresden und Leipzig.“ Die Bahnlinie sei eine Lebensader. „Wir wollen eine schnelle Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie mit vernünftigen Taktzeiten für die Fahrgäste, einem durchgehenden Tarifsystem und einem, auf die Fahrzeiten der Züge abgestimmten Busanschluss an den Bahnhöfen“, so die Politikerin.

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